Eigentlich sollte ich grade etwas für die Uni tun. Das werde ich auch nach diesem Eintrag tun, weil mir das auch wichtig ist. Aber noch wichtiger ist mir grade, nachzudenken.
Was ich sagen will, habe ich im Kopf noch nicht geordnet. Lassen wir ein paar Gedankenfetzen fliegen.
Ich weiß, dass ich mir sehr schwer damit tu, mich einem Menschen zu öffnen. Es gibt nur wenige Menschen, die wirklich Relevantes über mich wissen. Meine Gedanken und Gefühle, meine Seele kennen. Das, was mich ausmacht.
Es gibt auch Menschen, die sind mir sehr wichtig, aber sie kennen diese Aspekte von mir trotzdem nicht.
Ich lasse nicht so einfach jemanden an mich heran. Ich denke, es muss da nicht viele geben, die mich kennen, es reicht der ausgewählte, kleine Kreis. Ich habe Angst verletzlich zu werden, indem ich Menschen zu wunden Punkten Zutritt gewähre, von denen ich nicht einschätzen kann, ob sie mich dort irgendwann mal treffen wollen.
Und dann ist da dieser andere Gedanke. Der, ob das ständige Verbarrikadieren nicht selbst ein wunder Punkt ist, vielleicht gar der größte? Ich fühle mich manchmal richtiggehend unecht.
Look at me
You may think you see who I really am
But you’ll never know me
Everyday it’s as if I play a part
Now I see
If I wear a mask I can fool the world
But I cannot fool my heart
Who is that girl I see
Staring straight back at me?
When will my reflection show
Who I am inside?
Es ist nicht so, dass ich das Gefühl habe, nie ich selbst zu sein. Es gibt Menschen, in deren Gegenwart habe ich das Gefühl, dass ich das kann. Sehr gut sogar.
Vielmehr würde ich gerne auch gegenüber Menschen, die nicht zu diesem ausgewählten Personenkreis gehören, aus mir herausgehen können, wenn mir danach ist. Ich möchte mich nicht immer so fürchterlich ernst nehmen, ich möchte auch mal irgendwelchen Scheiß mitmachen, ohne mir dabei oder danach komisch vorzukommen. Ich will mich nicht selbst so permantent kontrollieren. Ich will diese Kontrolle einfach ablegen. Ich will mich selbst loslassen können.
Ich würd so gern fühlen, was in mir ist, und das herauslassen. Tanzen, singen, herumalbern.. meine Seele nach außen zeigen - ungezwungen, ungehemmt.
Mich macht traurig, dass ich mir das so höchst selten erlaube…
Es macht das Leben manchmal schöner, manchmal leichter… (manchmal schwerer, manchmal trauriger?).
Ich möchte jedenfalls diesbezüglich an mir arbeiten.
(ps: Kommentare erwünscht.)