Heute im Auto eine Träne für dich geweint. Gerade im Rennsteigtunnel.
Gedanken…
- mit dir aufwachen, an einem Sonntag Morgen, dich spüren, noch schlaftrunken, dich küssen, schmecken, riechen, fühlen, hören, sehen. Einfach liegenbleiben, dich genießen. Unendlich viel Zeit.






Schon wieder den Tränen nah.

Ich könnte stundenlang am Fenster oder auf dem Balkon stehen und die Blitze auf mich wirken lassen, wie sie die Nacht durchzucken. Zeitweise wird der Himmel fast nicht mehr dunkel.
Und dabei das Geräusch des Donners. Ich mag es, wenn ein Donnerschlag durch Mark und Bein geht, unbeschreiblich laut, dröhnend, grollend…

Ich liebe Gewitter.
(Am meisten, wenn ich es mir von meinem trockenen Zimmer zu Hause ansehen kann, und nicht wie desöfteren in letzter Zeit mittendrin statt nur dabei und hinterher ziemlich nass bin. Das wiederum macht nur Spaß, wenn man keinen Zeitdruck hat und gemütlich barfuß in den warmen Pfützen spazieren gehen kann.)

Nun lausche ich dem Geräusch des Regens, wie er auf die Überdachung des Balkons fällt, inzwischen etwas leiser als noch vor ein paar Minuten, wo es ziemlich gestürmt und wie aus Eimern gegossen hat.

Die vom Regen gekühlte Luft ist eine angenehme Abwechslung gegenüber den letzten Tagen, als wir in der Wohnung nirgens unter 25°C hatten - gut, der Kühlschrank ausgenommen.

Wirklich zu schön, dass endlich Sommer ist. :)

5 Tage ist der nun schon her. Und ich hab ihn nicht bemerkt. Untergegangen in den Wirren des Alltags. Das stimmt mich gerade traurig..
Ich hätte wenigstens gern ein paar Gedanken der Bersonderheit dieses Tages gewidmet.

2 Jahre..

Hoffentlich folgen noch viele.

Eigentlich sollte ich grade etwas für die Uni tun. Das werde ich auch nach diesem Eintrag tun, weil mir das auch wichtig ist. Aber noch wichtiger ist mir grade, nachzudenken.

Was ich sagen will, habe ich im Kopf noch nicht geordnet. Lassen wir ein paar Gedankenfetzen fliegen.

Ich weiß, dass ich mir sehr schwer damit tu, mich einem Menschen zu öffnen. Es gibt nur wenige Menschen, die wirklich Relevantes über mich wissen. Meine Gedanken und Gefühle, meine Seele kennen. Das, was mich ausmacht.
Es gibt auch Menschen, die sind mir sehr wichtig, aber sie kennen diese Aspekte von mir trotzdem nicht.
Ich lasse nicht so einfach jemanden an mich heran. Ich denke, es muss da nicht viele geben, die mich kennen, es reicht der ausgewählte, kleine Kreis. Ich habe Angst verletzlich zu werden, indem ich Menschen zu wunden Punkten Zutritt gewähre, von denen ich nicht einschätzen kann, ob sie mich dort irgendwann mal treffen wollen.

Und dann ist da dieser andere Gedanke. Der, ob das ständige Verbarrikadieren nicht selbst ein wunder Punkt ist, vielleicht gar der größte? Ich fühle mich manchmal richtiggehend unecht.

Look at me
You may think you see who I really am
But you’ll never know me
Everyday it’s as if I play a part
Now I see
If I wear a mask I can fool the world
But I cannot fool my heart

Who is that girl I see
Staring straight back at me?
When will my reflection show
Who I am inside?

Es ist nicht so, dass ich das Gefühl habe, nie ich selbst zu sein. Es gibt Menschen, in deren Gegenwart habe ich das Gefühl, dass ich das kann. Sehr gut sogar.
Vielmehr würde ich gerne auch gegenüber Menschen, die nicht zu diesem ausgewählten Personenkreis gehören, aus mir herausgehen können, wenn mir danach ist. Ich möchte mich nicht immer so fürchterlich ernst nehmen, ich möchte auch mal irgendwelchen Scheiß mitmachen, ohne mir dabei oder danach komisch vorzukommen. Ich will mich nicht selbst so permantent kontrollieren. Ich will diese Kontrolle einfach ablegen. Ich will mich selbst loslassen können.

Ich würd so gern fühlen, was in mir ist, und das herauslassen. Tanzen, singen, herumalbern.. meine Seele nach außen zeigen - ungezwungen, ungehemmt.

Mich macht traurig, dass ich mir das so höchst selten erlaube…
Es macht das Leben manchmal schöner, manchmal leichter… (manchmal schwerer, manchmal trauriger?).

Ich möchte jedenfalls diesbezüglich an mir arbeiten.






(ps: Kommentare erwünscht.)

Es ist schön, dass es nun endlich Frühling geworden ist. Die Bäume grünen, es wird wärmer und die Sonne velockt, sich ins Freie zu setzen - sei es einfach zwischen zwei Vorlesungen vor die Uni oder an einem schönen Nachmittag zu einem gemütlichen Picknick mit Freundinnen in den Park. Und während man die Leichtigkeit des Lebens genießt und sich bescheinen lässt, nimmt auch gemächlich die winterblasse Haut ein wenig Farbe an.

Besonders schön fand ich, später dies zu entdecken: Das Schmuckstück, das ich um mein Handgelenk trage, hat beim in-der-Sonne-Liegen einen kleinen, blassen Streifen auf meiner Haut zurückgelassen. Im Normalfall wäre das eher ein Grund sich zu ärgern. Dieses kleine Armband aber ist ein Symbol für Zugehörigkeit zu Ihm, zu dem Menschen, den ich liebe. Und auf diese Weise gezeichnet zu sein, jene Symbolik verstärkend direkt auf der eigenen Haut abgetragen zu sehen, zaubert mir nun jedes mal ein Lächeln auf die Lippen, wenn mein Blick auf mein Handgelenk trifft…

(Inspiriert durch den Standardbeitrag aus den Themes.)

29. Play around with soap bubbles.

Eigentlich saßen wir nur bei einem Cappuccino in der Küche zusammen und waren beide relativ geschafft von der vorangegangenen Runde durch die Stadt. Der Cappuccino war noch zu heiß, um ihm bequem zu trinken, und so kam mir die tolle Idee, dass man doch einen Strohhalm nehmen und von unten her Luft reinblasen könne, damit er schneller abkühlt. Gesagt, getan - und als wir dann den Cappuccino so vor sich hinblubbern ließen, überkam uns der Drang, Seifenblasen zu machen. Mit ein wenig auf dem Tisch verteilter Seifenlauge brachten wir dann über eine halbe Stunde zu, möglichst große Seifenblasen zu machen, uns kleine immer hin und her zuzupusten und Figuren wie Schildkröten, Würmchen, doppelte Brötchen (die man auch als etwas anderes hätte deuten können) und Marienkäfer nachzubilden.

Auch wenn meine Kindheit noch keine 10 Jahre her ist, vermiss ich es manchmal, solche Sachen einfach zu tun…

…fangen an, Gedichte zu schreiben.” - Gregor Brand

Manche fangen auch an, ein Weblog zu schreiben. So wie ich es gerne tun möchte.
Es ist seltsam und zugleich ein wenig schwierig, vor unbekanntem Publikum zu schreiben, nicht zu wissen, welche Menschen dies und Folgendes lesen werden - ob überhaupt.
Es ist wohl sogar noch etwas schwieriger, vor unbekanntem und bekanntem Publikum zu schreiben. Man möchte sich mitteilen, Dinge niederschreiben und sich über sie austauschen, mit denen man sich sonst schwer tut, immer in der Sicherheit der Anonymität, und dem Wissen, dass man niemandem Rechenschaft schuldig ist.
Und gleichzeitig gibt es doch Menschen, die einen kennen, die Erwartungen haben, denen gegenüber man sich zu Rechtfertigung verpflichtet fühlt. Solang es sich auf den einen Menschen beschränkt, von dessen Anwesenheit ich weiß, wird das aber nicht stören: im Gegenteil.